Hier finden Sie die wiederkehrenden Aktivitäten und Projektgruppen des Netzwerks. 

Signet "Bayern barrierefrei - wir sind dabei" im Landkreis

Die Bayerische Staatsregierung will Barrierefreiheit in Bayern voranbringen! Gemeinsam Barrieren abbauen und mehr Teilhabe am gesellschaftlichen Leben ermöglichen - Barrierefreiheit muss überall mitgedacht werden. Noch viel mehr Menschen sollen bei der Umsetzung der Barrierefreiheit aktiv mitwirken!

Das Signet "Bayern barrierefrei" ist ein Zeichen der Anerkennung für alle, die in Bayern Barrieren abbauen. Es ist aber auch Ansporn, noch mehr für Barrierefreiheit zu tun. Das Signet wird für konkrete, beachtliche Beiträge zur Barrierefreiheit in Bayern vergeben.

Mehr Informationen zum Signet finden sie hier: www.barrierefrei.bayern.de

Wir unterstützen die Initiative "Bayern barrierefrei" im Landkreis Tirschenreuth. Wir freuen uns über Ihre Anfrage und machen gerne einen Vor-Ort-Besuch mit Praxistest. Die Einrichtungen, die wir vorschlagen, sind damit auf jeden Fall gut geprüft.

Folgenden Einrichtungen haben wir bereits stellvertretend das Signet verliehen:

  • Pfarr- und Jugendheim Leonberg
  • Mehrgenerationenhaus Mitterteich
  • Realschule im Stiftland Waldsassen
  • Rathaus Wiesau
  • Rathaus Waldsassen
  • Rathaus Kemnath
  • Regionalbibliothek Weiden
  • Kurzzeitwohnen in Mitterteich (Buchka-Haus)

Fotos: Oberpfalzmedien, Peter Klein

Soziale Woche #gemeinsamTIR

Unter dem Motto „Gemeinsam sozial engagiert“ #gemeinsamTIR fanden im Oktober 2022 erstmals die Sozialen Wochen des Netzwerks Inklusion und der Ehrenamtsbörse des Landkreises Tirschenreuth statt: an drei Einsatzorten konnten Mitarbeiter:innen von Unternehmen Ehrenamt kennenlernen.

Hinter der Idee der Sozialen Woche steckt, das Corporate Volunteering bzw. das Engagement der Mitarbeiter:innen in Unternehmen zu fördern – wo können Unternehmen und Vereine, Verbände und soziale Einrichtungen abseits von Geldspenden voneinander profitieren. Beim ersten Versuch des Netzwerks Inklusion und der Ehrenamtsbörse des Landkreises Tirschenreuth meldeten sich 9 Einrichtungen für eine Aktion an und 3 Unternehmen. Die Angebote zur Mitarbeit waren ganz unterschiedlich: vom Forschertag im Kindergarten bis zur Müllsammeltour an der Himmelsleiter.

Drei Einsätze konnten erfolgreich vermittelt werden: Start war Anfang Oktober mit der Unterstützung der Azubis der Fa. Kassecker bei der Tafel Mitterteich bei der Abholung der Lebensmittel und bei der Ausgabe.
Der zweite Einsatz fand Mitte Oktober im SOS-Kinderdorf statt. Eine Gruppe von Mitarbeiter:innen des Jobcenters unterstützte bei der Gartenpflege. Auf dem weitläufigen Gelände in Immenreuth fällt jahreszeitbezogen sehr viel Laub an, das die Hausmeisterei des Kinderdorfs nur mit großer Mühe allein bewältigen kann.
Der dritte Einsatz wird im Winter in der Tagespflege für Senioren stattfinden.

Insgesamt kann die Organisation der Sozialen Woche als Erfolg gewertet werden: „Für die erste Durchführung sind wir sehr zufrieden damit. Ich denke, dass die Zusammenarbeit mit Unternehmen in Zukunft noch mehr Gewicht bekommt. Die Verbindungen in die Zivilgesellschaft sind auch Teil von Bildung, Demokratie und Inklusion“, so Koordinatorin Christina Ponader.

Zitate:

„Ich fand die Arbeit bei Mitterteicher Tafel in der Sozialen Woche ein gutes Projekt, um auch den Menschen zu helfen, die es aktuell vielleicht nicht so gut haben wie man selbst. Man bekam in kürzester Zeit viele verschiedene Eindrücke, von denjenigen, die momentan auf die Unterstützung der Tafel angewiesen sind. Es war schön zu beobachten, wie sich alle von Klein bis Groß über das Essen, das sie bekommen haben, gefreut haben und dankbar waren. Ich durfte selbst an der Gemüsetheke zusammen mit einer langjährigen ehrenamtlichen Helferin mithelfen und das Gemüse und Obst an die Personen weiterverteilen. An diesem Nachmittag konnte ich einiges an Erfahrung mitnehmen und schätze einige Sachen viel mehr als zuvor - die Sachen, die für uns eigentlich selbstverständlich sind.“, so Sophie Schoefl – Auszubildende Industriekauffrau.

Auch die Mitarbeiter:innen der Tafel waren hoch zufrieden:
„Die jungen Damen und Herren der Firma Kassecker lieferten eine hervorragende Arbeit in der Mitterteicher Tafel. Die Rückmeldungen unserer Ehrenamtlichen waren durch die Bank positiv! Sie waren sehr fleissig und positiv gestimmt. Es machte den Jungen Menschen sichtlich Spaß, hier einmal mitzuhelfen. Unseren Tafelmitarbeitern war das eine große Hilfe. Mich persönlich hat dieses Echo sehr gefreut, weil das in unserer heutigen Zeit nicht selbstverständlich ist.“

„Es war eine spontane Idee, die bei einem Treffen entstanden ist. Wir freuen uns immer über Unterstützung. Das bürgerschaftliche Engagement kann die Risse in der Gesellschaft ausgleichen – etwas für den Nächsten zu tun schafft es, Brücken zu bauen“, so Kinderdorfleiter Holger Hassel.

Die Teamleiterin Markt & Integration vom Jobcenter Tirschenreuth, Hilke Janssen antwortet auf die Frage nach dem Grund für das Engagement: „Weil es ohne Ehrenamt nicht funktioniert. Wir profitieren beruflich vom ehrenamtlichen Engagement z.B. in den Helferkreisen für Geflüchtete. Da wollen wir was zurückgeben. Für Langzeitarbeitslose kann Ehrenamt ein Wiedereinstieg sein, hier kann man neue Kontakte knüpfen. Wir wollen gerne Werbung betreiben für das ehrenamtliche Engagement. Außerdem macht es natürlich Spass, mit den Kolleg:innen außerhalb des Arbeitsplatzes etwas zu tun.“

 

Demokratie-Werkstatt für alle

Das Netzwerk Inklusion Landkreis Tirschenreuth hat im Herbst 2016 gemeinsam mit dem Kreisjugendring Tirschenreuth und der Volkshochschule des Landkreises Tirschenreuth die „Demokratie-Werkstatt für alle“ gestartet. Denn wir finden: Inklusive und demokratische Bildung sind Grundbausteine unserer Gesellschaft.

Wir bieten drei Grundbausteine an:

  • Baustein 1: Schnellkurs Politik
    Alles, was ich schon immer über Politik wissen wollte! Wo und wie kann ich mitreden, wie kann ich was bewegen, was kann ich in meiner Stadt, in meinem Landkreis, in Deutschland und Europa tun ?
  • Baustein 2: Rechten Parolen widersprechen
    Wie gehe ich mit ausländerfeindlichen oder anderen diskriminierenden Aussagen um, die mir nicht nur am Stammtisch begegnen? Kluge Ideen, um mutig mitzureden !
  • Baustein 3: Vom Glück dazuzugehören
    Wer gehört in unserer Gesellschaft dazu und wer nicht? Und wie schaffen wir es, dass keine/r außen vor bleiben muss? Wie schaffen wir es, dass wir „mehr gemeinsam (er)leben“?

Man kann sie einzeln oder als Paket bei uns buchen – ohne dass den Teilnehmern Kosten entstehen. Jedes dieser Module dauert zwischen 90 und 120 Minuten. Selbstverständlich verfolgen die Themen und Referenten keine parteipolitischen Ziele und sind unabhängige Fachleute.
2016/2017 wurden wir im Rahmen des Bundesprogramms "Demokratie leben!" gefördert.

2018-2020 setzen wir unsere Reihe mit neuen Angeboten fort:

  • Was ich in unserer Gemeinde bewirken kann … Blicke ins Basislager der Demokratie: Rathaus intern:
    Schulung für Jugendbeiräte und alle Interessierten. Werft einen Blick hinter die Kulissen von BürgermeisterIn und Stadtrat und erfahrt, wo man sich in der Gemeinde engagieren kann!
  • Kritischer Stadtspaziergang: „Demokratie beim Einkaufen“:
    Kann man als Verbraucher „politisch“ einkaufen? Antworten bei einem Brotzeit-Check. 
  • Wie viele Sklaven arbeiten eigentlich für uns? Mithilfe eines online-Checks probieren wir vorherrschende Lebensstile oder Konsummilieus durch und sehen uns die jeweiligen Folgen für die Lebenssituationen
    anderer Menschen auf der ganzen Welt an.
  • Wie gehen wir mit Strom um? Ein Check im Energie-Labor mit Referentin Tanja Schatz vom etz Nordoberpfalz
  • Neue Heimat Mitterteich: Chancen und Perspektiven.Gemeinsam mit der Flüchtlingsberatung der AWO und verschiedenen Personen mit Migrationshintergrund beleuchten wir die aktuelle Flucht- und Migrationssituation.

Sechs Online-„Demokratie-Snacks“ zum Wahljahr 2021:
von Februar bis Juli 2021
Gestaltet von Friedrich Wölfl als erfahrenem Referenten in der politischen Bildung. Moderation: Christina Ponader (Netzwerk Inklusion), Bettina Hahn (EBW) und Angelika Schraml (VHS).
Wegen der Kürze und der Konzentration ist sie auch für Erstwähler gut geeignet: sie bietet ohne große Anstrengung Basiswissen zur schnellen Orientierung im politischen Geschehen. Selbstverständlich hält sich die Reihe an die Grundsätze der politischen Bildung auf der Basis der Werte des Grundgesetzes.

Themen:

  • Hat das Corona-Virus auch Staat und Gesellschaft infiziert? Warum ein Virus die Wahlen in 2021 entscheiden könnte
  • Fake News und Verschwörungstheorien: Wie sie zum Gift für Wahlen und die Demokratie werden
  • Politische Farbenlehre 2021: Links? Mitte? Rechts? Extremistisch? Oder braucht es ganz andere Begriffe?
  • Gibt es eine neue Offenheit bei Koalitionen? Was in Bund und Ländern alles denkbar ist
  • Strategien und Meinungsbildung in den Wahlkämpfen 2021: Wie sie funktionieren sollen - wie sie funktionieren
  • Wie sich Wähler:innen warum und wann entscheiden – und wie komme ich selber zu einer, nein: meiner! Entscheidung?

Weitere Angebote sind geplant.


Berichte:

Artikel vom 17.07.2016 in „Der Neue Tag“
http://www.onetz.de/waldsassen/vermischtes/demokratie-leben-d1683497.html

Artikel vom 27.07.2016 in der OWZ
http://service.onetz.de/owz/5025417-132-demokratiewerkstatt,1,0.html

Eine schöne Bereicherung war der Besuch des Bayerischen Landtags:
Artikel vom 29.10.2016 in „Der Neue Tag“
http://www.onetz.de/tirschenreuth/vermischtes/netzwerk-inklusion-besucht-den-bayerischen-landtag-d1706608.html

Artikel vom 22.09.2016 in „Der Neue Tag“ über den ersten Baustein
http://www.onetz.de/tirschenreuth/vermischtes/politik-im-schnelldurchlauf-d1698098.html

Artikel vom 27.12.2016 in „Der Neue Tag“ vom Besuch in der Mädchenrealschule Waldsassen
http://www.onetz.de/waldsassen/vermischtes/wie-was-bewegen-d1720107.html

Artikel vom 20.02.2017 in „Der Neue Tag“
https://www.onetz.de/erbendorf/vermischtes/demokratie-werkstatt-des-netzwerks-inklusion-zum-thema-vom-glueck-dazuzugehoeren-nicht-jede-schublade-im-kopf-passt-d1731770.html

Artikel vom 20.02.2017 in Oberpfalzecho
http://www.oberpfalzecho.de/2017/02/inklusion-ist-doch-normal-workshop-der-demokratiewerkstatt/

Artikel vom 23.02.2017 in „Der Neue Tag“
https://www.onetz.de/kemnath/vermischtes/siebtklaessler-setzen-sich-mit-problemen-von-behinderten-auseinander-im-rollstuhl-durch-realschule-d1731433.html

Artikel vom 09.04.2017 in „Der Neue Tag“
https://www.onetz.de/tirschenreuth/vermischtes/demokratie-werkstatt-des-netzwerks-inklusion-wegducken-hilft-nicht-d1744007.html

Artikel vom 09.05.2018 in "Der Neue Tag"
https://www.onetz.de/tirschenreuth/vermischtes/werkstatt-demokratie-startet-ungewoehnliche-aktion-shopping-tour-wirft-fragen-auf-d1861381.html

Artikel vom 01.02.2019 in "Der Neue Tag"
https://www.onetz.de/oberpfalz/mitterteich/sklavenarbeit-verringern-laesst-id2622331.html

Artikel vom 04.10.2019 in "Der Neue Tag"
https://www.onetz.de/oberpfalz/mitterteich/e-bike-milchshake-mixen-id2861085.html

Artikel vom 24.11.2019 in "Der Neue Tag"
https://www.onetz.de/oberpfalz/mitterteich/chancen-hindernisse-perspektiven-id2905767.html

Artikel vom 12.02.2021 in "Der Neue Tag":
https://www.onetz.de/oberpfalz/tirschenreuth/online-snacks-superwahljahr-id3178555.html

Artikel vom 27.04.2021 in "Der Neue Tag":
https://www.onetz.de/oberpfalz/tirschenreuth/politische-farbenlehre-2021-wertecocktail-statt-wertesystem-id3222881.html

Artikel vom 05.07.2021 in "Der Neue Tag":
https://www.onetz.de/oberpfalz/mitterteich/demokratie-werkstatt-tirschenreuth-wahlstrategen-rauchen-koepfe-id3270187.html

Artikel vom 26.07.2021 in "Der Neue Tag":
https://www.onetz.de/oberpfalz/mitterteich/demokratie-snack-landkreis-tirschenreuth-wahl-bundestagswahl-id3284867.html

 

Demokratie-Werkstatt für alle - Tagesfahrten

Die seit 2016 existierende „Demokratie-Werkstatt für alle“ hat sich weiterentwickelt: über die Grundbausteine und die Workshops hinaus sind wir seit 2018 auch unterwegs.

Unsere Tagesfahrten zu folgenden Themen/Orten:

  • Erinnerungs-Orte: Menschen mit Behinderung in der Zeit des Nationalsozialismus: Tagesausflug zu Regens-Wagner Michelfeld in Auerbach in der Oberpfalz. Besuch der barrierefreien Ausstellung und ein begleitetes Seminar in leichter Sprache am 7.7.2018 
  • 30 Jahre Mauerfall: Spurensuche in Mödlareuth. Tagesfahrt ins deutsch-deutsche Museum nach Mödlareuth. Ein Blick auf die Entwicklungen während und nach der Teilung in BRD und DDR am 13.04.2019.
  • „Heimat“: mehr als Natur, Kultur und Bräuche. Eine Tagesfahrt durch das Stiftland. Fragestellung: Wie haben sich Menschen im Stiftland für ein gemeinsames Ziel eingesetzt und wie wurde es für Neuzugewanderte
    eine Heimat? Wir begegnen Menschen und Orten, die ihre Geschichten erzählen.Termin: 01.06.2019.
  • "Eisenbahn im Stiftland": Vergangene Zeiten - vergessene Orte - verschenkte Chancen? Tagesausflug Waldsassen, Mitterteich und Wiesau am 19.06.2021

Weitere Angebote sind geplant.

Aufsuchende Politische Bildung

„Politische Bildung muss sich auf den Weg machen, muss hingehen zu den Menschen, ganz gezielt auch zu denen, die bisher von solchen Angeboten nicht erreicht werden und nicht erreicht werden wollen (…) Für die Demokratie fehlen sie alle.“Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier    

Hingehen zu den Menschen ist der Ansatz einer „aufsuchenden politischen Bildung“. Damit lassen sich jenseits von Schule oder Parteien viele erreichen, die bei den üblichen Angeboten der Demokratieförderung und politischen Bildung außen vor sind. Mittelfristig besteht die Chance, die sonst wenig erreichbaren Alters- und Berufsgruppen oder tendenziell politikferne Milieus und Lebensbereiche stärker für Demokratie und demokratischen Tugenden zu motivieren.

Das Grundanliegen

Politische Bildung hat immer „Bildung zur Mündigkeit“ zum Ziel.
Dazu gehören Basiswissen und politisches, wertegebundenes Urteilsvermögen: Das sind die Grundlagen um verantwortungsvoll entscheiden zu können im komplexen gesellschaftlichen, wirtschaftlichen und politischen Zusammenleben.
Außerdem gilt es, sich mit demokratiegefährdenden Potenzialen und Entwicklungen des Populismus auseinanderzusetzen. Ihnen zugrunde liegen politische und gesellschaftliche Prozesse, die verstanden werden müssen.

Die Angebote unterliegen selbstverständlich den Grundsätzen der politischen Bildung und der Überparteilichkeit: dazu gehören Indoktrinationsverbot und das Kontroversitätsgebot. Die Offenheit findet ihre Grenzen bei verfassungswidrigen und extremen Positionen oder Agitationsversuchen.

Die Methoden

Mini-Workshops (interaktiv,  60 - 90 min)
oder Impulsvorträge mit anschließender Diskussion  (ca. 30 min + 30 min)

Politische Bildung bei Kassecker Campus

Der Leiter des Firmen-Campus Andreas Malzer freut sich, für die „Demokratie-Werkstatt“  als Partner gewonnen zu haben: „Neben der berufsfachlichen Ausbildung eröffnen wir unseren Auszubildenden weitere Formate zur Horizonterweiterung. Dazu gehören Themen aus Wirtschaft, Politik und Gesellschaft. Erwünschter Nebeneffekt: Das sind alles auch Themen bei den Prüfungen der Industrie- und Handelskammer.“

Bericht in Oberpfalzmedien vom 09.02.2022

Bericht in OTV vom 19.02.2022